Donnerstag, 9. August 2012

Still busking......

Der Basskoffer mit Inlay

 

Hallo ihr Lieben....


kaum zu glauben was einem alles so passieren kann....so als wilde freie Musiker die sich wie  Cowboys durchschlagen und Kinders, wie die Zeit vergeht (eine Woche seit letztem Blog).

Nachdem "The Atomistics" letzten Donnerstag (2.8.2012) vom Kottbusser Tor verjagt worden sind (wegen unerlaubtem musizierens, Nino hat jetzt einen Platzverweis für ein Jahr) haben wir uns informiert!

Lizenzen um offiziell Musik in der Ubahn zu machen 


gibt es am Ubhf Rathaus Steglitz, Mittwochs von 7- 11 a.m..

Diesen Mittwoch (gestern, 8.8.2012) stehen wir also 6.40 a.m. am Schalter für Ubahnmusiklizenzen am Ubhf Steglitz. Wir sind mitnichten die ersten und müssen uns in ein offenbar lange bestehendes System fügen,das ein internes Losverfahren ist. Alles etwas seltsam, wir sind müde und Lust haben wir darauf auch nicht. Die zugelassenen Bahnhöfe entsprechen auch nicht unserer Vorstellung, Kostenpunkt 7 Euro pro Tag/ Ubhf...Kotti ist nicht dabei, Friedrichstraße, Hermannplatz auch nicht und da wir Nummer 8 sind ist der Alex auch schon verbucht von den 7 andern Russen vor uns, ok, Schönleinstraße U8 ist unsere Wahl für Mittwoch und Donnertstag.  Eine Station die zwischen den Welten zu liegen scheint, hip, aber down to earth, weil immer noch gut durchmischt.
Erste die super hippe Studentin mit Hornbrille ohne Sehstärke von Bigout Brigitte, dann ein Bauarbeiter der um 5 schon voll dicht ist, eine türkische Großfamilie und dann eine ältere Frau die aussieht wie Bildungsbürgertum per se.

Wir legen ein Tuch aus, 


bauen uns auf und spielen die 10 Songs im Loop, manchmal 3 mal einen Song in einer einzigen Schleife, super Schule sagt man sei die Straße, nun.....wohl nicht umsonst.
Die Kleingeldstücke tröpfeln gemach aber kontinuierlich in unseren aufgeklappten (Bass) Koffer...Blumen, Bonbons, Zigartten und diverse Visitenkarten sammeln sich ebenfalls darin. Schuhe und eine Sonnenbrille haben wir auch schon geschenkt bekommen......

Am schönsten finde ich es wenn wir wirklich jemanden begeistern und das schaffen wir...

am Mittwoch hat sich ein Gerüstbauer vor uns hingesetzt und ein ganzes Konzert (alle Stücke mindestens einmal ) angehört und sage und schreibe 50 ! Euro an uns gespendet.

So was haben wir beide noch nie erlebt und ich frage mich welchen Prozentanteil an seinem Monatslohn diese 50 Euro ausmachen.

Nach 4 Stunden sind wir alle und hören auf. 

Ich weiß von mir  selber das ich oft zuhöre, aber kein Geld zu vergeben habe, aber, jetzt aus eigener Erfahrung: es ist echt ein Knochenjob im Ubahnhof zu musizieren...wie lange wir das machen werden....mal sehen. Es nimmt unheimlich viel Zeit und Energie in Anspruch. Wir ziehen in Betracht wieder Piraterie zu bertreiben und die Ubahhöfe ohne Lizenz zu stürmen. Ein Set à 30 mins und dann abhauen....es wird den geholfen der sich selbst hilft.

 

Nino sagt:

Yeah, dank an den Spender, sein Name war Peter.
Sieht man mal wieder,Leute die es selber es nicht
dicke haben. Diese Momente auf der STRASSE sind Fassbinder (deutscher Regieseur) like.Spacetripping ohne LSD. Dank auch an Lou Reed für den Song "Perfect Day", Seifenblasenfeel deluxe.
Kann man eigentlich Muskelkater im Handteller haben, ich glaube schon !? 13ner Saiten auf der Stahlsaitengitarre quälen  (trainieren:) meine Finger, beim nächsten Fingergewichtheben werde ich bestimmt Sieger....

PS: nächsten Donnerstag: Freitag: Schönleinstraße ab 4 p.m , Samstag, Moritzplatz, Live music von "The Atomistics".